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Warum es so wichtig ist, Kindern Raum für ihre Gefühle zu geben

  • shevolution2
  • 4. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Als Kursleiterin und Mama beschäftigt mich ein Thema ganz besonders: unsere Kinder und ihr Umgang mit ihren eigenen Gefühlen.

Kinder wachsen heute in einer Welt auf, die viele Anforderungen mit sich bringt. Der Schulalltag wird anspruchsvoller, der Druck nimmt zu und es gibt immer mehr Eindrücke, die auf unsere Kinder einwirken. Gleichzeitig sind Kinder unglaublich feinfühlig. Sie spüren Stimmungen, nehmen Veränderungen wahr und merken oft viel mehr, als wir Erwachsenen denken.


Doch die große Frage ist: Haben sie auch gelernt, mit all diesen Gefühlen umzugehen?

Ich erlebe immer wieder, wie wichtig es ist, Kindern Raum für ihre Emotionen zu geben. Denn Gefühle gehören zu uns – von Anfang an. Sie begleiten uns jeden Tag und erzählen uns etwas über uns selbst.


Dabei gibt es keine „falschen“ Gefühle.

Wut ist nicht schlecht. Sie zeigt uns, dass etwas nicht stimmt oder eine Grenze erreicht wurde. Traurigkeit ist nicht falsch. Sie zeigt uns, dass uns etwas wichtig ist. Angst ist kein Zeichen von Schwäche. Sie möchte uns schützen. Freude, Begeisterung und Liebe schenken uns Kraft und Verbindung.

Jedes Gefühl hat seine Berechtigung.


Trotzdem fällt es uns Erwachsenen manchmal schwer, über Gefühle zu sprechen. Viele von uns haben selbst gelernt, bestimmte Emotionen lieber herunterzuschlucken oder schnell wieder „wegzumachen“. Sätze wie „Sei nicht traurig“, „Das ist doch nicht schlimm“ oder „Beruhige dich“ sind oft gut gemeint – doch manchmal brauchen Kinder nicht, dass ihre Gefühle verschwinden. Sie brauchen jemanden, der sie begleitet und ihnen zeigt: „Ich sehe dich. Dein Gefühl darf da sein.“


Genau deshalb ist es mir so wichtig, Kindern einen sicheren Raum zu geben, in dem sie ihre Gefühle kennenlernen dürfen. Einen Raum, in dem sie erfahren: Ich darf wütend sein. Ich darf traurig sein. Ich darf Angst haben. Und ich darf trotzdem angenommen und geliebt werden.

Denn Gefühle, die wir verstehen, können wir besser begleiten.

Wenn Kinder lernen, ihre eigenen Emotionen wahrzunehmen und zu benennen, entwickeln sie eine wichtige Fähigkeit fürs ganze Leben. Sie lernen, sich selbst besser zu verstehen, ihre Bedürfnisse auszudrücken und auch mit anderen Menschen achtsamer umzugehen.


Als Mama sehe ich jeden Tag, wie wertvoll es ist, Kinder nicht nur in ihren Erfolgen zu begleiten, sondern auch in den Momenten, in denen es schwierig wird. Genau dann brauchen sie Verständnis, Nähe und die Sicherheit, dass alle Seiten von ihnen willkommen sind.


Mein Wunsch ist es, Kindern zu vermitteln: Deine Gefühle sind wichtig. Du bist richtig, so wie du bist. Alles, was du fühlst, darf gesehen werden.

Denn emotionale Stärke bedeutet nicht, immer gut gelaunt zu sein. Emotionale Stärke bedeutet, alle Gefühle kennenlernen zu dürfen und einen liebevollen Umgang mit ihnen zu finden.


Und genau deshalb ist dieses Thema so wichtig – für unsere Kinder, für uns als Eltern und für eine Gesellschaft, in der Gefühle wieder mehr Platz bekommen dürfen.


Deine Stephanie



 
 
 

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